KI-Inhalte
kennzeichnen.
Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten des Art. 50 der KI-Verordnung (Verordnung [EU] 2024/1689). Unternehmen, die KI-Werkzeuge für Werbetexte, Blogbeiträge oder Bilder einsetzen, stellt sich seither die Frage nach der Kennzeichnung. Eine allgemeine Pflicht, sämtliche KI-unterstützten Inhalte zu kennzeichnen, besteht nicht - maßgeblich sind eng umrissene Fallgruppen. Dieser Beitrag ordnet Voraussetzungen, Ausnahmen und Handlungsbedarf ein.
Jetzt Beratung anfragen →Art. 50 Abs. 4 Unterabs. 2 KI-VO erfasst Texte, die veröffentlicht werden, „um die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu informieren"1 - etwa zu Gesundheit, Verbrauchersicherheit oder Nachhaltigkeit. Reine Werbe- und Produkttexte verfolgen diesen Zweck im Regelfall nicht.
Die Pflicht entfällt, „wenn die durch KI erzeugten Inhalte einem Verfahren der menschlichen Überprüfung oder redaktionellen Kontrolle unterzogen wurden und wenn eine natürliche oder juristische Person die redaktionelle Verantwortung für die Veröffentlichung der Inhalte trägt".2
Nach den Erläuterungen der Europäischen Kommission genügt eine bloße Rechtschreibkorrektur oder eine rein formale Freigabe nicht; erforderlich ist eine inhaltliche Prüfung einschließlich der Tatsachenangaben.3
Art. 3 Nr. 60 KI-VO definiert „Deepfake" als „einen durch KI erzeugten oder manipulierten Bild-, Ton- oder Videoinhalt, der wirklichen Personen, Gegenständen, Orten, Einrichtungen oder Ereignissen ähnelt und einer Person fälschlicherweise als echt oder wahrheitsgemäß erscheinen würde".4
Eine allgemeine Ausnahme für Werbebilder besteht nicht.5 Erfasst sein können auch realistisch dargestellte, frei erfundene Personen sowie Produktbilder, die Aussehen oder Eigenschaften täuschend verändern.9
Offensichtlich unrealistische oder erkennbar künstliche Darstellungen fallen dagegen nicht darunter. Innerhalb offensichtlich künstlerischer Werke beschränkt sich die Offenlegung auf eine Form, die den Genuss des Werks nicht beeinträchtigt.5
Verstöße gegen die Transparenzpflichten des Art. 50 KI-VO sind in Art. 99 Abs. 4 Buchst. g KI-VO ausdrücklich erfasst. Der Rahmen beträgt bis zu 15 Mio. Euro oder - bei Unternehmen - bis zu 3 % des gesamten weltweiten Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahres, je nachdem, welcher Betrag höher ist.11
Für kleine und mittlere Unternehmen einschließlich Start-ups kehrt sich diese Logik um: Nach Art. 99 Abs. 6 KI-VO gilt der jeweils niedrigere Betrag.12 Die vielzitierte Zahl von 15 Mio. Euro beschreibt daher gerade nicht die Obergrenze des typischen mittelständischen Falls.
Die Aufsicht in Deutschland regelt das KI-MIG vom 22. Juli 2026, in Kraft seit dem 29. Juli 2026. § 2 Abs. 1 KI-MIG lautet: „Die Bundesnetzagentur ist die für die Einhaltung der Verordnung (EU) 2024/1689 zuständige Marktüberwachungsbehörde, soweit in diesem Gesetz nichts anderes bestimmt ist." Für Art. 50 KI-VO greift keine der besonderen Zuweisungen des § 2 Abs. 2 bis 8 KI-MIG; zuständig ist damit die Bundesnetzagentur.13
Sie ist zugleich Bußgeldbehörde: Nach § 17 Abs. 1 KI-MIG sind die Marktüberwachungsbehörden Verwaltungsbehörden im Sinne des § 36 Abs. 1 Nr. 1 OWiG auch für Verstöße nach Art. 99 Abs. 3 bis 5 KI-VO. Der eigene nationale Bußgeldkatalog des § 15 KI-MIG - Geldbuße bis fünfzigtausend Euro - erfasst Art. 50 KI-VO hingegen nicht; er betrifft Pflichten aus Art. 21, 27, 45 und 86 KI-VO.13
Ob Art. 50 KI-VO eine Marktverhaltensregelung im Sinne des § 3a UWG darstellt, wird überwiegend bejaht, ist aber weder höchstrichterlich geklärt noch bislang Gegenstand veröffentlichter Rechtsprechung.14
Tragfähiger erscheint uns der Weg über § 5a Abs. 1 UWG: Nach § 5b Abs. 4 UWG gelten auch solche Informationen als wesentlich, die dem Verbraucher „auf Grund unionsrechtlicher Verordnungen [...] für kommerzielle Kommunikation einschließlich Werbung und Marketing nicht vorenthalten werden dürfen".15 Davon unabhängig greift § 5 UWG, wenn KI-Bilder als echte Produkt-, Team- oder Referenzaufnahmen ausgegeben werden - und zwar auch dann, wenn Art. 50 KI-VO tatbestandlich gar nicht einschlägig ist.
Der Kostenapparat der Abmahnung ist enger, als es die verbreitete Rede von der „Abmahnwelle" nahelegt: Bei Verstößen gegen Informations- und Kennzeichnungspflichten im elektronischen Geschäftsverkehr ist der Aufwendungsersatz für Mitbewerber nach § 13 Abs. 4 Nr. 1 UWG ausgeschlossen; bei einer erstmaligen Abmahnung gegenüber Unternehmen mit in der Regel weniger als 100 Beschäftigten ist zusätzlich die Vertragsstrafe ausgeschlossen, § 13a Abs. 2 UWG.16
- Verordnung (EU) 2024/1689 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juni 2024 zur Festlegung harmonisierter Vorschriften für künstliche Intelligenz und zur Änderung bestimmter Rechtsakte der Union (Verordnung über künstliche Intelligenz, KI-VO), ABl. L vom 12.7.2024. Hier: Art. 50 Abs. 4 Unterabs. 2 - Kennzeichnung KI-erzeugter Texte, die zur Information der Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse veröffentlicht werden; data.europa.eu/eli/reg/2024/1689/oj.
- KI-VO, Art. 50 Abs. 4 Unterabs. 2 - Ausnahme bei menschlicher Überprüfung oder redaktioneller Kontrolle und bestehender redaktioneller Verantwortung einer natürlichen oder juristischen Person.
- Europäische Kommission, FAQ „Transparency obligations under Article 50 of the AI Act" - zu Human Review und Editorial Control; rein formale oder oberflächliche Prüfungen (z. B. Rechtschreib- oder Grammatikkorrektur) genügen nicht; digital-strategy.ec.europa.eu.
- KI-VO, Art. 3 Nr. 60 - Legaldefinition des Begriffs „Deepfake".
- KI-VO, Art. 50 Abs. 4 Unterabs. 1 - Kennzeichnung von Deepfake-Bild-, -Ton- und -Videoinhalten; angepasste Offenlegung innerhalb offensichtlich künstlerischer, kreativer, satirischer, fiktionaler oder analoger Werke; vollständige Ausnahme allein bei gesetzlich zugelassener Strafverfolgung.
- KI-VO, Art. 50 Abs. 5 - Offenlegung in klarer und eindeutiger Weise spätestens zum Zeitpunkt der ersten Interaktion oder Aussetzung.
- KI-VO, Art. 50 Abs. 2 - maschinenlesbare Markierung synthetischer Inhalte durch die Anbieter der KI-Systeme.
- Europäische Kommission, FAQ (a. a. O.) - Geltung ab 2. August 2026; Übergangsfrist bis 2. Dezember 2026 für die Markierungspflicht nach Art. 50 Abs. 2; keine rückwirkende Kennzeichnung vor dem 2. August 2026 erzeugter Inhalte.
- Europäische Kommission, Leitlinien zu den Transparenzpflichten nach Art. 50 KI-VO vom 20. Juli 2026 - Auslegungshinweise, u. a. zu realistisch dargestellten, frei erfundenen Personen sowie zur erneuten Prüfung nach wesentlicher KI-Bearbeitung; digital-strategy.ec.europa.eu.
- Verordnung (EU) 2026/1744 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 8. Juli 2026 zur Änderung der Verordnung (EU) 2024/1689 („Digital-Omnibus" zur KI), ABl. L vom 24.7.2026, in Kraft seit dem 27. Juli 2026 - viermonatiger Übergangszeitraum für Anbieter, die generative KI-Systeme bereits vor dem 2. August 2026 in Verkehr gebracht haben (Markierungspflicht nach Art. 50 Abs. 2); der Geltungsbeginn des Art. 50 zum 2. August 2026 bleibt unverändert; eur-lex.europa.eu.
- KI-VO, Art. 99 Abs. 4 Buchst. g - Geldbußen für Verstöße gegen die Transparenzpflichten nach Art. 50 von bis zu 15 000 000 EUR oder, im Falle von Unternehmen, von bis zu 3 % des gesamten weltweiten Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahres, je nachdem, welcher Betrag höher ist.
- KI-VO, Art. 99 Abs. 6 - im Falle von KMU einschließlich Start-up-Unternehmen gilt für jede in Art. 99 genannte Geldbuße der jeweils niedrigere Betrag.
- KI-Marktüberwachungs-und-Innovationsförderungs-Gesetz vom 22. Juli 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 223) - KI-MIG; als Artikel 1 des Gesetzes vom 22. Juli 2026 beschlossen, gemäß Art. 5 dieses Gesetzes am 29. Juli 2026 in Kraft getreten. Hier: § 1 (Anwendungsbereich, u. a. Bußgelder nach Art. 99 Abs. 1 Satz 1 KI-VO), § 2 Abs. 1 (Bundesnetzagentur als zuständige Marktüberwachungsbehörde, soweit nichts anderes bestimmt ist), § 2 Abs. 2 bis 8 (besondere Zuständigkeiten, u. a. Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und Länder), § 8 (zentrale Beschwerdestelle bei der Bundesnetzagentur), § 15 (nationale Bußgeldtatbestände zu Art. 21, 27, 45 und 86 KI-VO; Geldbuße bis fünfzigtausend Euro), § 16 Abs. 1 (entsprechende Anwendung des OWiG auf Verstöße nach Art. 99 Abs. 3 bis 5 KI-VO; § 17 OWiG, auch in Verbindung mit § 30 Abs. 3 OWiG, sowie § 30 Abs. 1 und 2 OWiG sind nicht anzuwenden) und § 17 Abs. 1 (Marktüberwachungsbehörden als Verwaltungsbehörden im Sinne des § 36 Abs. 1 Nr. 1 OWiG); gesetze-im-internet.de.
- § 3a UWG - Rechtsbruch. Die Einordnung des Art. 50 KI-VO als Marktverhaltensregelung wird im Schrifttum überwiegend befürwortet; höchstrichterliche oder veröffentlichte instanzgerichtliche Rechtsprechung hierzu ist nicht ersichtlich (Stand: September 2026).
- § 5a Abs. 1 UWG - Irreführung durch Vorenthalten wesentlicher Informationen; § 5b Abs. 4 UWG - Informationen, die dem Verbraucher auf Grund unionsrechtlicher Verordnungen für kommerzielle Kommunikation nicht vorenthalten werden dürfen, gelten als wesentlich. Die Anwendung dieser Vorschriften auf Art. 50 KI-VO ist eine Einschätzung der Verfasser; Rechtsprechung liegt dazu nicht vor.
- § 13 Abs. 4 Nr. 1 UWG - Ausschluss des Aufwendungsersatzes für Anspruchsberechtigte nach § 8 Abs. 3 Nr. 1 UWG (Mitbewerber) bei im elektronischen Geschäftsverkehr oder in digitalen Diensten nach § 1 Abs. 4 Nr. 1 des Digitale-Dienste-Gesetzes begangenen Verstößen gegen gesetzliche Informations- und Kennzeichnungspflichten; § 13a Abs. 2 UWG - Ausschluss der Vertragsstrafe bei erstmaliger Abmahnung, wenn der Abgemahnte in der Regel weniger als 100 Mitarbeiter beschäftigt; § 8 Abs. 1 UWG - der Unterlassungsanspruch bleibt unberührt; § 8 Abs. 3 Nr. 2 bis 4 UWG - Abmahnbefugnis der Wirtschafts- und Verbraucherverbände sowie der Kammern.
- Wettbewerbszentrale, Leitfaden zur Kennzeichnung KI-generierter Inhalte, aktualisierte Fassung, Stand 29. Juli 2026 - der Leitfaden empfiehlt eine vorsorgliche Kennzeichnung im Zweifel, legt sich zur wettbewerbsrechtlichen Einordnung des Art. 50 KI-VO aber nicht fest; wettbewerbszentrale.de.
Yapay Zeka İçeriklerini
İşaretlemek.
2 Ağustos 2026'dan bu yana, Avrupa Parlamentosu ve Konseyi'nin (AB) 2024/1689 sayılı Yapay Zeka Tüzüğü'nün (Almanca resmi kısa adı: KI-Verordnung; Türkçe: Yapay Zeka Tüzüğü) 50. maddesindeki şeffaflık yükümlülükleri yürürlüktedir. Bu düzenleme, üye devletlerde doğrudan uygulanan bir Avrupa Birliği Tüzüğüdür (AB Tüzüğü) ve Almanya iç hukukundaki bir 'Verordnung' (yönetmelik) ile karıştırılmamalıdır. Reklam metinleri, blog yazıları veya görseller için yapay zeka araçları kullanan işletmeler, bu içerikleri işaretlemeleri gerekip gerekmediğini sormaktadır. Tüm yapay zeka destekli içeriklerin işaretlenmesine yönelik genel bir yükümlülük yoktur - belirleyici olan, dar kapsamlı belirli hallerdir. Bu not; koşulları, istisnaları ve atılması gereken adımları ele alır.
Şimdi Danışmanlık Talep Edin →Madde 50/4, 2. altbent; "kamuoyunu kamu yararına ilişkin konularda bilgilendirmek amacıyla" yayımlanan metinleri kapsar1 - örneğin sağlık, tüketici güvenliği veya sürdürülebilirlik. Salt reklam ve ürün metinleri kural olarak bu amacı taşımaz.
Yükümlülük, "yapay zeka tarafından üretilen içerikler bir insan incelemesi veya editoryal kontrol sürecinden geçmişse ve gerçek ya da tüzel bir kişi yayımın editoryal sorumluluğunu taşıyorsa" ortadan kalkar.2
Avrupa Komisyonu'nun açıklamalarına göre salt yazım düzeltmesi veya biçimsel bir onay yeterli değildir; maddi doğruluk dahil içeriğe yönelik bir inceleme gerekir.3
Madde 3/60, "deepfake"i "gerçek kişilere, nesnelere, yerlere, kurumlara veya olaylara benzeyen ve bir kişide yanlış biçimde gerçek ya da doğru olduğu izlenimi uyandırabilecek, yapay zeka ile üretilmiş veya değiştirilmiş görsel, ses ya da video içeriği" olarak tanımlar.4
Reklam görselleri için genel bir istisna yoktur.5 Gerçekçi biçimde tasvir edilen kurgusal kişiler ile görünümü veya özellikleri aldatıcı biçimde değiştirilen ürün görselleri de kapsanabilir.9
Açıkça gerçek dışı veya belirgin biçimde yapay tasvirler ise kapsam dışındadır. Açıkça sanatsal eserler içinde açıklama, eserin algılanışını bozmayacak bir biçimle sınırlıdır.5
Madde 50'deki şeffaflık yükümlülüklerinin ihlali, Yapay Zeka Tüzüğü'nün 99/4-g maddesinde açıkça düzenlenmiştir. Çerçeve, 15 milyon Euro'ya kadar veya - işletmeler bakımından - bir önceki mali yılın dünya genelindeki toplam yıllık cirosunun %3'üne kadar olup, hangisi yüksekse o uygulanır.11
Küçük ve orta ölçekli işletmeler ile girişimler bakımından bu mantık tersine döner: Madde 99/6 uyarınca her hâlde daha düşük tutar geçerlidir.12 Basında sıkça anılan 15 milyon Euro rakamı, bu nedenle tipik bir KOBİ olayının üst sınırını tarif etmez.
Almanya'daki denetimi, 22 Temmuz 2026 tarihli ve 29 Temmuz 2026'dan bu yana yürürlükte olan KI-MIG düzenler. KI-MIG § 2/1 şöyledir: „(AB) 2024/1689 sayılı Tüzüğe uyulmasından sorumlu piyasa gözetim otoritesi, bu kanunda başka türlü belirlenmedikçe, Bundesnetzagentur'dur." Madde 50 KI-VO bakımından § 2/2 ila 8'deki özel yetki atıflarından hiçbiri devreye girmez; dolayısıyla yetkili merci Bundesnetzagentur'dur.13
Aynı zamanda idari para cezası merciidir: KI-MIG § 17/1 uyarınca piyasa gözetim otoriteleri, Madde 99/3 ila 5 KI-VO kapsamındaki ihlaller bakımından da OWiG § 36/1-1 anlamında idari makamdır. Buna karşılık KI-MIG § 15'teki ulusal ceza kataloğu - elli bin Euro'ya kadar idari para cezası - Madde 50 KI-VO'yu kapsamaz; o katalog Madde 21, 27, 45 ve 86 KI-VO'daki yükümlülüklere ilişkindir.13
Madde 50 KI-VO'nun, Alman Haksız Rekabet Kanunu'nun (UWG) 3a maddesi anlamında bir piyasa davranış kuralı oluşturup oluşturmadığı ağırlıklı olarak kabul edilmekle birlikte, ne yüksek mahkeme kararıyla açıklığa kavuşmuş ne de yayımlanmış bir içtihada konu olmuştur.14
Bize göre daha sağlam yol UWG § 5a/1'dir: UWG § 5b/4 uyarınca, tüketiciye „Birlik hukukuna ait tüzükler nedeniyle [...] reklam ve pazarlama dahil ticari iletişim bakımından gizlenemeyecek" bilgiler de esaslı sayılır.15 Bundan bağımsız olarak, yapay zeka görselleri gerçek ürün, ekip veya referans fotoğrafı gibi sunulduğunda UWG § 5 uygulanır - Madde 50 KI-VO hiç uygulanmadığı hâllerde bile.
İhtarın masraf düzeni ise yaygın „ihtar dalgası" söyleminin ima ettiğinden dardır: Elektronik ticarette işlenen bilgilendirme ve işaretleme yükümlülüğü ihlallerinde rakipler bakımından masraf talebi UWG § 13/4-1 uyarınca kapalıdır; kural olarak 100'den az çalışanı bulunan işletmelere yönelik ilk ihtarda ayrıca cezai şart da kapalıdır (UWG § 13a/2).16
- Avrupa Parlamentosu ve Konseyi'nin, yapay zekaya ilişkin uyumlaştırılmış kuralların belirlenmesine ve Birliğin belirli mevzuatının değiştirilmesine dair 13 Haziran 2024 tarihli (AB) 2024/1689 sayılı Tüzüğü - doğrudan uygulanan bir Avrupa Birliği Tüzüğü (Yapay Zeka Tüzüğü; Almanca: KI-Verordnung), ABl. L, 12.7.2024. Burada: Madde 50/4, 2. altbent - kamuoyunu kamu yararına ilişkin konularda bilgilendirmek amacıyla yayımlanan, yapay zeka ile üretilmiş metinlerin işaretlenmesi; data.europa.eu/eli/reg/2024/1689/oj.
- KI-VO, Madde 50/4, 2. altbent - insan incelemesi veya editoryal kontrol ile gerçek ya da tüzel bir kişinin editoryal sorumluluğu bulunması halindeki istisna.
- Avrupa Komisyonu, "Transparency obligations under Article 50 of the AI Act" (SSS) - insan incelemesi ve editoryal kontrole ilişkin; salt biçimsel veya yüzeysel kontroller (ör. yazım/dil bilgisi düzeltmesi) yeterli değildir; digital-strategy.ec.europa.eu.
- KI-VO, Madde 3/60 - "deepfake" kavramının yasal tanımı.
- KI-VO, Madde 50/4, 1. altbent - deepfake görsel, ses ve video içeriklerinin işaretlenmesi; açıkça sanatsal, yaratıcı, hicvi, kurgusal veya benzeri eserler içinde uyarlanmış açıklama; tam istisna yalnızca kanunen izin verilen ceza kovuşturması halinde.
- KI-VO, Madde 50/5 - açıklamanın en geç ilk etkileşim veya maruz kalma anında açık ve anlaşılır biçimde yapılması.
- KI-VO, Madde 50/2 - sentetik içeriğin, yapay zeka sistemlerinin sağlayıcıları tarafından makine tarafından okunabilir biçimde işaretlenmesi.
- Avrupa Komisyonu, SSS (a.g.e.) - 2 Ağustos 2026'dan itibaren yürürlük; Madde 50/2 işaretleme yükümlülüğü için 2 Aralık 2026'ya kadar geçiş süresi; 2 Ağustos 2026'dan önce üretilen içerikler için geriye dönük işaretleme yükümlülüğü bulunmaması.
- Avrupa Komisyonu, Madde 50 KI-VO şeffaflık yükümlülüklerine ilişkin 20 Temmuz 2026 tarihli Kılavuz İlkeleri - yorum niteliğindeki hususlar; başta gerçekçi biçimde tasvir edilen kurgusal kişiler ile esaslı yapay zeka değişikliğinden sonra yeniden inceleme; digital-strategy.ec.europa.eu.
- Avrupa Parlamentosu ve Konseyi'nin (AB) 2024/1689 sayılı Tüzüğü'nü değiştiren 8 Temmuz 2026 tarihli (AB) 2026/1744 sayılı Tüzüğü (yapay zekaya ilişkin „Digital Omnibus"), ABl. L, 24.7.2026, 27 Temmuz 2026'dan bu yana yürürlükte - üretken yapay zeka sistemlerini 2 Ağustos 2026'dan önce piyasaya sürmüş sağlayıcılar için dört aylık geçiş süresi (Madde 50/2 işaretleme yükümlülüğü); Madde 50'nin 2 Ağustos 2026'daki yürürlük tarihi değişmemiştir; eur-lex.europa.eu.
- KI-VO, Madde 99/4-g - Madde 50'deki şeffaflık yükümlülüklerinin ihlali hâlinde 15.000.000 Euro'ya kadar veya işletmeler bakımından bir önceki mali yılın dünya genelindeki toplam yıllık cirosunun %3'üne kadar idari para cezası; hangisi yüksekse o uygulanır.
- KI-VO, Madde 99/6 - girişimler dahil KOBİ'ler bakımından, Madde 99'da anılan her idari para cezası için daha düşük tutar geçerlidir.
- 22 Temmuz 2026 tarihli Yapay Zeka Piyasa Gözetimi ve İnovasyonun Desteklenmesi Kanunu (BGBl. 2026 I Nr. 223) - KI-MIG; 22 Temmuz 2026 tarihli kanunun 1. maddesi olarak kabul edilmiş, aynı kanunun 5. maddesi uyarınca 29 Temmuz 2026'da yürürlüğe girmiştir. Burada: § 1 (uygulama alanı, bu arada Madde 99/1-1 KI-VO uyarınca idari para cezaları), § 2/1 (başka türlü belirlenmedikçe yetkili piyasa gözetim otoritesi olarak Bundesnetzagentur), § 2/2 ila 8 (özel yetkiler, bu arada BaFin ve eyaletler), § 8 (Bundesnetzagentur bünyesinde merkezi şikâyet mercii), § 15 (Madde 21, 27, 45 ve 86 KI-VO'ya ilişkin ulusal kabahat tipleri; elli bin Euro'ya kadar idari para cezası), § 16/1 (Madde 99/3 ila 5 KI-VO kapsamındaki ihlallere OWiG'in kıyasen uygulanması; OWiG § 17 - § 30/3 ile bağlantılı hâli dahil - ile OWiG § 30/1 ve /2 uygulanmaz) ve § 17/1 (piyasa gözetim otoritelerinin OWiG § 36/1-1 anlamında idari makam olması); gesetze-im-internet.de.
- UWG § 3a - hukuka aykırılık yoluyla haksız rekabet. Madde 50 KI-VO'nun piyasa davranış kuralı sayılması öğretide ağırlıklı olarak kabul edilmektedir; buna ilişkin yüksek mahkeme kararı veya yayımlanmış derece mahkemesi kararı görülmemektedir (Eylül 2026 itibarıyla).
- UWG § 5a/1 - esaslı bilginin gizlenmesi suretiyle yanıltma; UWG § 5b/4 - Birlik hukukuna ait tüzükler nedeniyle ticari iletişim bakımından tüketiciden gizlenemeyecek bilgiler esaslı sayılır. Bu hükümlerin Madde 50 KI-VO'ya uygulanması yazarların değerlendirmesidir; konuya ilişkin içtihat bulunmamaktadır.
- UWG § 13/4-1 - elektronik ticarette veya Dijital Hizmetler Kanunu § 1/4-1 anlamındaki dijital hizmetlerde işlenen kanuni bilgilendirme ve işaretleme yükümlülüğü ihlallerinde, UWG § 8/3-1 uyarınca talep hakkı sahipleri (rakipler) bakımından masraf talebinin kapalı olması; UWG § 13a/2 - ihtar edilenin kural olarak 100'den az çalışanı bulunduğu hâllerde ilk ihtarda cezai şartın kapalı olması; UWG § 8/1 - men talebi etkilenmez; UWG § 8/3-2 ila 4 - ekonomi ve tüketici dernekleri ile odaların ihtar yetkisi.
- Wettbewerbszentrale, yapay zeka ile üretilen içeriklerin işaretlenmesine ilişkin kılavuz, güncellenmiş sürüm, 29 Temmuz 2026 tarihli - kılavuz tereddüt hâlinde ihtiyaten işaretlemeyi önermekte, ancak Madde 50 KI-VO'nun haksız rekabet hukuku bakımından nitelendirilmesi konusunda kesin bir tavır almamaktadır; wettbewerbszentrale.de.
